Problemzentriertes Interview (PZI nach Witzel)
Das problemzentrierte Interview (PZI) ist eine qualitative Forschungsmethode, die von Andreas Witzel entwickelt wurde. Sie wird vor allem in den Sozial‑ und Kulturwissenschaften eingesetzt und dient dazu, subjektive Sichtweisen, Erfahrungen und Deutungen von Befragten systematisch zu erfassen.
Im Zentrum steht ein konkretes Forschungsproblem, das mithilfe eines leitfadengestützten Interviews untersucht wird. Das PZI verbindet dabei offene Gesprächsführung mit einer klaren theoretischen Ausrichtung.
Merkmale des problemzentrierten Interviews
Typisch für das PZI nach Witzel sind:
- ein thematisch fokussierter Interviewleitfaden
- offene Einstiegsfragen
- flexible Gesprächsführung
- Nachfragen zur Vertiefung relevanter Aspekte
- Auswertung anhand qualitativer Analyseverfahren
Die Methode erlaubt es, individuelle Perspektiven detailliert zu erfassen und zugleich theoretisch einzuordnen.
Einsatzbereiche des PZI
Problemzentrierte Interviews werden häufig eingesetzt in:
- empirischen Seminararbeiten
- Bachelor‑ und Masterarbeiten
- sozialwissenschaftlichen Forschungsprojekten
Sie eignen sich besonders für Fragestellungen, bei denen Erfahrungen, Einstellungen oder Handlungslogiken untersucht werden sollen. Als Einstiegsliteratur empfehlen wir das Buch von Andreas Witzel.
👉 Weitere Informationen zur praktischen Umsetzung findest du unter Bachelorarbeit schreiben lassen.